You are currently browsing the category archive for the 'Drucktechnik' category.

Ein Proof ist die zur Kontrolle vorgenommene Simulation eines
Druckergebnisses
auf einem meist papierartigen Material.

Mit einem Proof kann man bereits sehr früh innerhalb der
Produktionskette prüfen, wie das spätere Druckergebnis aussehen
kann. Fehler oder auch nachträgliche Änderungen werden
bei den klassischen Druckverfahren kostenintensiver, je später man
sie entdeckt, bzw. wünscht. Daher ist es wichtig, möglichst früh
eingreifen zu können.

Satzfehler lassen sich ja noch recht gut am Bildschirm oder anhand
eines einfachen Ausdruckes entdecken. Schwierig ist jedoch die
Beurteilung der Farbigkeit,
der Tonwerte und Kontraste des
Bildmaterials. Eine Beurteilung des Papiers und dessen
Farbigkeit ist am Display natürlich gar nicht möglich.

Das spätere Aussehen des Druckergebnisses lässt sich also an einem
Monitor nicht exakt simulieren
. Bereits die Farben des Bildschirms
haben ein völlig anderes Aussehen als die des späteren Drucks. Mit Hilfe
von kalibrierten Monitoren lässt sich ebenfalls nur eine Annäherung erzielen.

Die üblichen Farbdrucker sind ebenso nicht geeignet,
farbverbindliche Druckergebnisse zu erzeugen.
Es ist jedoch möglich, mit solchen Druckern ein Ergebnis zu erzielen,
das dem späteren Druck ähnelt.

Für anspruchsvollere Druckergebnisse ist ein Proof unumgänglich.
Noch verlässlicher ist ein Andruck.

Probedruck im Offsetverfahren zur Kontrolle der Ton- und
Farbwerte
und zur genaueren Abstimmung mit der Layoutvorlage.
Der Andruck ist ein Druckausfallmuster für den Kunden und dient
nach der Freigabe als Arbeitsvorlage für den Drucker. Da auf
Originalpapier gedruckt wird, lassen sich Qualität, Stärke und
Farbe
besonders gut beurteilen.

Obwohl ein Andruck genauer ist, wird heute aus Kostengründen
häufig ein Proof eingesetzt.

wickelfalz.gif

Wickelfalz, 8 Seiten.

Alternative Falzart z.B. für Flyer. 2 Seiten werden dabei nach
innen eingeschlagen. Elegant: die beiden eingeschlagenen
Seiten werden etwas in der Breite gekürzt, damit später keine
Knicke entstehen.
Günstigere Variante: nur 6 Seiten. Grundlage ist dann ein DIN A4 Bogen.

zickzack_82-kopie.gif

Zickzackfalz, 8 Seiten

Erklärt sich natürlich im Prinzip von selbst.
Wird oft für Flyer verwendet – wenn es nicht gerade ein Wickelfalz wird.
Bei der Angabe der Seitenzahl werden grundsätzlich Vorder- und Rückseite
mit gerechnet, sprich: jede Seite, die sich bedrucken lässt.

CMYK ist ein Farbsystem, das üblicherweise im Offsetdruck angewandt wird.

Farbvorlagen lassen sich im Druck am besten wiedergeben,
wenn man sie in 4 Grundfarben zerlegt:

cyan.jpg Cyan

magenta.jpg Magenta

yellow.jpg Yellow

key.jpg Key
[für Schlüssel; hebt die Kontraste und
damit die Tiefenwirkung der Bilder hervor]

Mit Hilfe von neben- und übereinander gedruckten farbigen Rasterpunkten
lassen sich die meisten Farbtöne und Abstufungen drucken. Die kleinen Punkte
vermischen sich im Auge des Betrachters zu einer Farbfläche.

raster.jpg

Die in diesem Rahmen gemachte Angabe „vierfarbig“ oder 4c bedeutet daher nicht,
dass nur 4 verschiedene Farben gedruckt werden können, sondern das komplette
Spektrum, dass durch den Zusammendruck der 4 Grundfarben möglich ist.

Farben, die außerhalb des CMYK-Farbraumes liegen, müssen entweder
mit Sonderfarben (HKS oder Pantone) gedruckt werden oder es muss ein
in etwa ähnlicher aus CMYK erzeugter Farbton ausgewählt werden.

Möglich ist auch die Kombination von z.B. Schwarz und einer Sonderfarbe.
Die Druckkosten lassen sich dadurch meist reduzieren. Beispiel:
Briefbogen mit schwarzer Adresse und einem blauen Logo.