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Ein Proof ist die zur Kontrolle vorgenommene Simulation eines
Druckergebnisses auf einem meist papierartigen Material.
Mit einem Proof kann man bereits sehr früh innerhalb der
Produktionskette prüfen, wie das spätere Druckergebnis aussehen
kann. Fehler oder auch nachträgliche Änderungen werden
bei den klassischen Druckverfahren kostenintensiver, je später man
sie entdeckt, bzw. wünscht. Daher ist es wichtig, möglichst früh
eingreifen zu können.
Satzfehler lassen sich ja noch recht gut am Bildschirm oder anhand
eines einfachen Ausdruckes entdecken. Schwierig ist jedoch die
Beurteilung der Farbigkeit, der Tonwerte und Kontraste des
Bildmaterials. Eine Beurteilung des Papiers und dessen
Farbigkeit ist am Display natürlich gar nicht möglich.
Das spätere Aussehen des Druckergebnisses lässt sich also an einem
Monitor nicht exakt simulieren. Bereits die Farben des Bildschirms
haben ein völlig anderes Aussehen als die des späteren Drucks. Mit Hilfe
von kalibrierten Monitoren lässt sich ebenfalls nur eine Annäherung erzielen.
Die üblichen Farbdrucker sind ebenso nicht geeignet,
farbverbindliche Druckergebnisse zu erzeugen.
Es ist jedoch möglich, mit solchen Druckern ein Ergebnis zu erzielen,
das dem späteren Druck ähnelt.
Für anspruchsvollere Druckergebnisse ist ein Proof unumgänglich.
Noch verlässlicher ist ein Andruck.
